Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Fachbegriffen und Abkürzungen zu Feuerwehr-/ Rettungsdienstspezifischen Begriffen und Abkürzungen. Sollte etwas fehlen, so Sie uns gerne unter „KONTAKT“ eine Mitteilung senden.

Alarmierung der Einsatzkräfte:
Die Freiwilligen Feuerwehren werden von der Rettungsleitstelle Ilm-Kreis mit Sitz in Arnstadt alarmiert. Wir möchten Sie nun informieren, wie es nach dem Absetzen des Notrufes weitergeht.

• Die Leitstelle Ilm-Kreis nimmt Ihren Notruf unter der Rufnummer „112“ entgegen und gibt die entsprechenden Einsatzstichworte in den Einsatzleitrechner ein. Dabei ist es wichtig, dass beim Notruf möglichst genaue Angaben vom Anrufer gemacht werden. Achten Sie daher bitte unbedingt auf Rückfragen des Leitstellendisponenten. Je detaillierter und genauer die Angaben sind, desto präziser können schon bei der Alarmierung die zu erwartenden Anforderungen an Personal und Gerätschaft berücksichtigt werden
• Der Einsatzleitrechner unterbreitet anhand der gemachten Angaben einen Alarmierungsvorschlag – dieser wird von den Disponenten geprüft und bestätigt. Dabei gelten für unseren Ausrückebereich bzw. unsere Wehr 3 Alarmstufen. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt dann nach diesem Schema über unsere Funkmeldeempfänger.

Ruf 17 – Alarmierung Zug (Vollalarm)
Ruf 18 – Alarmierung Gruppe (Teilalarm)
Ruf 19 – Alarmierung Staffel (Kleinalarm)

Zusätzliche Informationen:
• Jeder Feuerwehrmann hat seinen Funkmeldeempfänger ständig bei sich und ist damit 24 Stunden am Tag erreichbar und somit einsatzbereit! Der Feuerwehrdienst stellt damit an jeden hohe Anforderungen, da jederzeit mit einer Alarmierung gerechnet werden muss – 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr!
• Nach dem Auslösen des Funkmeldeeldeempfängers, der sich akustisch bemerkbar macht, verlassen die Feuerwehrmänner ihren Arbeitsort, ihre Wohnung beziehungsweise unterbrechen die derzeitige Tätigkeit und begeben sich unverzüglich in das Feuerwehrgerätehaus.
• Dort angekommen, wird über Funk Kontakt mit der Leitstelle in Arnstadt hergestellt. Nun wird den Feuerwehrangehörigen die Einsatzmeldung mit Einsatzort und eventuell vorhandenen Informationen übermittelt.
• Unsere Einsatzkräfte kleiden sich nach Ankunft im Gerätehaus entsprechend ein und besetzten die benötigten Fahrzeug. Je nach Alarmstichwort gibt es eine Ausrückeordnung. Hier ist festgelegt, welche Fahrzeuge in welcher Reihenfolge zu dem Einsatz fahren.

• Die durchschnittliche Ausrückezeit (vom Erhalt des Alarmes über Funkmeldeeldeempfänger bis zum Ausrücken des ersten Fahrzeuges) beträgt bei unserer Wehr im Durchschnitt zwischen drei und 10 Minuten – abhängig von der Uhrzeit oder Wochentag.

Der Flashover (dt. Durchzündung) ist eine Phase innerhalb eines Brandereignisses und bezeichnet den schlagartigen Übergang eines Schadenfeuers (z. B. Zimmerbrand) von der Entstehungsphase hin zur Vollbrandphase. Dieser Vorgang ereignet sich zumeist sehr rasch über den gesamten Brandraum.

Entstehung:
In der Entstehungsphase brennen zunächst Einrichtungsgegenstände (z. B. Sofa, Tisch, Möbel) und bilden Verbrennungsgase und Pyrolysegase. Kann der entstandene Rauch nicht durch Raumöffnungen abgeführt werden, kommt es zu einem Wärmestau an der Decke. Die stark erwärmte Rauchschicht strahlt nun auf die gesamten Einrichtungsgegenstände eine immer weiter steigende Wärmestrahlung aus. Zugleich steigt die Temperatur im gesamten Brandraum. Die Oberflächen der brennbaren, aber noch nicht brennenden Gegenstände pyrolisieren aus und zünden dann bei einer Rauchgastemperatur von 500 bis 600 °C schlagartig ohne Zündflamme. Die horizontale Flammenausbreitungsgeschwindigkeit im Raum (Entzünden weiteren Materials durch bereits brennende Gegenstände) beträgt dann etwa 10 m/min. Das Resultat ist ein Vollbrand des Raumes und Temperaturen von etwa 1000 °C.

Eine gute Öffentlichkeitsarbeit einer Freiwilligen Feuerwehr funktioniert nur, wenn diese auch mit Bildern und/oder Videos dargestellt werden kann. Die allgemeinen Aufgaben der Feuerwehren wie die Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung sind in der Bevölkerung oftmals bekannt, Hintergrundinformationen fehlen jedoch oft gänzlich.

Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit veröffentlichen wir auf unserer Website Einsatzberichte mit Einsatzfotos und teilweise auch Videos der jeweiligen Einsätze die die Feuerwehr Großbreitenbach geleistet hat. Diese sollen zum Nachdenken anregen und vielleicht eine Verhaltensänderung herbeiführen, eventuell sogar abschrecken. Wir berichten ausschließlich nüchtern und sachlich. Wir nennen keine Namen, Fahrzeugkennzeichen bzw. -aufschriften werden unkenntlich gemacht (im Sinne des Pressekodex).

Es werden keinerlei Fotos oder Videos von Toten oder Verletzten sowie Fotos von Geschädigten dargestellt / veröffentlicht.

Von Vermutungen über Unfallhergänge oder Brandursachen usw. distanziert sich die Feuerwehr der Stadt Großbreitenbach. Wir nutzen unsere Fotos und Videos auch zur Ausbildung unserer Mitglieder. Im Rahmen der Ausbildungen können wir so unsere Kameraden auf den verantwortungsvollen Einsatzdienst ausbilden und vorbereiten. Einsatznachbesprechungen lassen sich anhand von aufgenommenen Videos oder gemachten Fotos einfacher und verständlicher darstellen, außerdem können wir so effektiver an Verbesserungen im Ablauf der Einsätze arbeiten.

Wenn Feuerwehr und Rettungsdienst mit Blaulicht und Einsatzhorn unterwegs sind, dann geht es oftmals um Leben und Tod. Obwohl die Feuerwehrleute von der Annahme des Notrufes bis zum Eintreffen am Einsatzort unter Zeitdruck arbeiten, um möglichst schnell Hilfe leisten zu können, verzögern sich lebensrettende Einsätze wegen einer Banalität um vielleicht entscheidende Minuten: Denn viel zu oft haben Häuser gar keine oder keine lesbaren Hausnummern.
Fehlende, nicht lesbare oder zugewachsene Hausnummern, können gerade in der Dunkelheit das Finden des Einsatzortes unnötig erschweren.

Deutlich angebracht Hausnummern sind Lebensretter
Sind die nicht vorhanden, kann dies für Betroffene schwere Folgen haben. Bei Herz-Kreislauf-Stillstand sinkt die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbelebung jede Minute und auch bei Bränden nimmt dich Möglichkeit einer erfolgreichen Rettung mit fortschreitender Zeit stetig ab. Hier einige wichtige Tipps:

–  Hausnummern so anbringen, dass man sie von öffentlichen Verkehrsflächen aus gut lesen kann.
–  Eine gute Beleuchtung der Hausnummer ermöglicht, dass sie auch bei Dunkelheit rasch als solche erkannt werden kann.
–  Verzichten Sie auf übertrieben künstlerisch gestaltete Schilder und wählen Sie stattdessen große, gut lesbare Ziffern und Buchstaben.
–  Ranken sind schön anzusehen, doch sorgen Sie dafür, dass Hausnummern nicht von den Pflanzen „überwuchert“ werden.
–  Gebäude die nicht direkt an einer öffentlichen Verkehrsfläche liegen sollten mit einem Hinweisschild an der öffentlichen Verkehrsfläche gekennzeichnet werden.
–  Gehen Sie, wenn möglich auf die Straße und erwarten Sie das Eintreffen der Feuerwehr. Machen Sie sich bemerkbar. So können wertvolle Sekunden optimal genutzt werden und müssen nicht durch die Hausnummernsuche verschenkt werden.

Weitere Maßnahmen, die es der Feuerwehr und dem Rettungsdienst ermöglichen, schneller tätig zu werden sind das Öffnen von Toren, Haustüren sowie das Einschalten der Außenbeleuchtung.

Diese FME oder „Piepser“ sind derzeit teilweise seit rund 20 Jahre im Einsatz und deshalb höchst stör- und reparaturanfällig. Dazu kommen immer wieder Probleme, das bei der Alarmierung aufgrund der geografischen Lage unserer Region nicht jeder „Piepser“ ausgelöst wird. Ebenso sind viele Einsatzkräfte in ihren Firmen einer großen Lärmbelastung ausgesetzt und hören die Alamierung der FME nicht. Aus diesen Gründen wurde bei Neubau unseres Feuerwehrhauses, in Absprache mit Stadt und Kreis, beschlossen, das bei einer Alarmierung die Sirene wieder mit ausgelöst wird.
-Tag und Nacht-

Und falls Sie es noch nicht wussten… die Sirene dient auch dem Zivilschutz und ist für Warnungen bei Großschadenslagen vorgesehen.
In unserer Stadt wird die Sirene jedoch nur bei größeren Einsätzen ausgelöst (Vollalarm). Bei kleineren Schadenslagen (Ölspuren oder anderen Hilfeleistungen) erfolgt die Alarmierung weiterhin über Funkmeldeempfänger (FME) und über SMS.

Probealarmierung
Die Sirenen werden über Funk von der Leitstelle Ilm-Kreis ausgelöst.
Um die Funktion dieser Einrichtungen sicherzustellen und zu prüfen erfolgt jeden 1. Samstag im Monat um ca. 10:00 Uhr eine Probealarmierung der Sirenen und Funkmeldeempfänger im gesamten Ilm-Kreis. Bei dieser Probealarmierung werden die Sirenen für einen kurzen Zeitraum angesteuert (ca. 20 Sekunden).
Die reguläre Alarmierung der Feuerwehr bei einem „heißem“ Einsatz erfolgt über einen 60 sekündigen Dauerton der zwei mal unterbrochen wird (3 x 15 Sekunden). Der Signalton zur Warnung der Bevölkerung bei sonstigen Gefahren erfolgt über einen 60 sekündigen auf- und abschwellenden Dauerton.

Hinweise zum Sondersignal der Feuerwehr
Viele Verkehrsteilnehmer sind verunsichert und verhalten sich falsch, wenn im Rückspiegel plötzlich Blaulichter auftauchen und das Martinshorn dröhnt. Die häufigste Fehlerreaktion: das unvermittelte Abbremsen mitten auf der Fahrbahn. Damit riskieren Sie nicht nur einen Auffahrunfall mit anderen Fahrzeugen, Sie erreichen eher das Gegenteil vom Gewünschten: Sie behindern das Einsatzfahrzeug. Ebenso falsch ist: Unüberlegt rechts ran fahren, womöglich in eine Seitenstraße. Denn woher wissen Sie, ob das Einsatzfahrzeug nicht genau hier abbiegen muss?
Befolgen sie am besten diese Grundsätzen:
• Stellen Sie fest, woher das Sondersignal kommt.
• Versuchen Sie vorauszusehen, wohin das Einsatzfahrzeug fährt (Blinker).
• Fahren Sie am besten rechts an den Fahrbahnrand und signalisieren Sie das mit gesetztem Blinker.
• Überlegen Sie dabei, ob auch große Fahrzeuge der Feuerwehr, die Straße noch passieren kann.
• Halten sie nicht auf gleicher Höhe mit dem Gegenverkehr an!!!
Warum auch in der Nacht mit Sondersignal?
„Nachts will ich meine Ruhe – da können die ihr Martinshorn doch ruhig abstellen!“
Fühlen Sie sich auch gestört, wenn Sie nachts durch Sondersignal geweckt werden? Dies ist zwar verständlich, doch dürfen die Fahrer der Einsatzfahrzeuge darauf keine Rücksicht nehmen, wenn es darum geht, schnell Menschen, Tiere zu retten bzw. bedeutende Sachwerte zu schützen. Aufgrund der gesetzlichen Lage darf das Blaulicht normalerweise nur zusammen mit dem Martinshorn benutzt werden. Dass einige Einsatzfahrzeuge nachts nur mit Blaulicht fahren, ohne Martinshorn, ist ein reines Zugeständnis an die Bürger, dadurch geht der Fahrer jedoch bewusst ein Risiko ein.
Der Fahrer eines Fahrzeuges mit Sondersignal handelt nach dem Gesetz fahrlässig, wenn er trotz Blaulicht kein Martinshorn verwendet. Bei einem Unfall kann dieser trotz Unschuld zur Haftung herangezogen werden. Rettungsdienst, Polizei- oder Feuerwehrfahrzeuge fahren deshalb bei einem Einsatz nicht ohne Grund mit Sondersignalen durch die Straßen.
Bitte denken Sie auch immer daran: Sie können sich wieder im Bett rumdrehen und weiter schlafen. Die Kräfte der Feuerwehr, die vor ein paar Minuten ebenfalls im Bett lagen und schliefen haben in den nächsten Stunden dazu keine Gelegenheit mehr, auch wenn sie nach kurzer Einsatzzeit wieder einrücken und am nächsten Morgen wie Sie zur Arbeit gehen.
Falls Sie einmal nachts Hilfe von der Feuerwehr brauchen wird es Ihnen egal sein, ob ein anderer aus dem Schlaf gerissen wird. Sie werden für jede Sekunde die die Feuerwehr früher eintrifft, dankbar sein.
Entstehung:
Wird in einem Kamin Holz unsachgemäß verbrannt, z.B. wenn zu große Mengen bei zuwenig Verbrennungsluft oder feuchtes Holz verwendet werden, kann sich im Schornstein Hart- oder Glanzruß (reiner Kohlenstoff) bilden. Entzünden sich diese Ablagerungen, kommt es zu einem Schornsteinbrand.

Brennt ein Schornstein besteht die Gefahr der Brandausbreitung durch Funkenflug und Wärmestrahlung. Funken können z.B. durch Undichtigkeiten der Dachhaut den Dachstuhl gefährden. Die Wärmestrahlung kann Möbel in der Nähe des Schornsteines entzünden oder zum Einsturz des Schornsteins führen. Eine weitere Gefahr liegt in der Quellfähigkeit des Rußes. Verstopft der Schornstein können die heißen Gase und Dämpfe nicht mehr ungehindert durch den Schornstein abziehen und unter Umständen durch Reinigungsklappen oder durch die Feuerstätte austreten.

Da es bei einem solchen Brand zu sehr sehr hohen Temperaturen bis zu 1500 Grad kommen kann, darf man einen Schornstein niemals mit Wasser löschen. Das Wasser würde sofort verdampfen und die große Dampfmenge könnte den Schornstein zerreißen oder stark beschädigen. –1 Liter Wasser ergibt 1700L Wasserdampf —
Die Feuerwehr bekämpft Schornsteinbrände mit Pulver- oder CO2-Löschgeräten. Um den Ruß zu lösen wird der Schornstein gekehrt oder der Ruß mit schwerden Kugeln abgeschlagen. Der abgestoßene Ruß wird dann durch eine Revisionsöffnung entfernt.
Es ist immer der zuständige Schornsteinfeger hinzu zuziehen!
Auch nachdem das Feuer gelöscht wurde sollte man den Schornstein und seine Umgebung noch mehrere Stunden beobachten. Dieser kann auch nach Stunden noch sehr viel Hitze ausstrahlen und zum Beispiel an den Schornstein angrenzende Dachisoliermaterialien oder Holzbalken des Dachstuhls erneut in Brand setzen.